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MARTAS GÄSTEHAUS "LA CASA DEGLI OSPITI"
Viele Leute haben mich gefragt: Warum dieser Name?! "Marta" ist offensichtlich, schließlich heiße ich so. "Guest House" jedoch gefällt vielen nicht so. Aber ich habe ein Versprechen abgegeben, als wir begonnen haben, dieses Haus zu renovieren, dass dies sein Name sein würde. Für diese Namensgebung gibt es zwei Gründe : 1) Der erste Grund wurde 1996 geboren, als ich zusammen mit meinem Mann und meinem 2 - jaehrigen Sohn Giorgio eine zweite Reise nach Indonesien gemacht habe. Dort haben wir per Zufall eine Unterkunft auf einer sehr kleinen Insel im Meer vor Sulavesi gefunden. Ihr Name war Siladen. Wir sind dort an Bord eines kleinen Motorbootes angekommen, welches wir im Hafen von Manado auf der Insel Sulavesi bestiegen haben, nur wir drei allein. Bei der Ankunft, noch bevor wir die drei kleinen strohgedeckten Hütten am Strand erblicken konnten, empfing uns eine sympathische freundliche Frau. Wir waren so begeistert, dass wir sie sofort gefragt haben, ob wir einige Tage bleiben könnten. Erfreut zeigte sie uns die Räume und stellte sich vor : Es war Marta und ihre rustikale Unterkunft " Martas Guest House" !!! Welch ein glücklicher Zufall!!!... Was für ein bezaubernder Ort, ein Meer so kristallklar mit Korallen und farbenprächtigen Fischen bis ganz nah ans Ufer. Die kleinen und gewiss nicht komfortablen Hütten enthielten Matratzen auf dem Fußboden und ein Mückennetz, alles schon etwas abgenutzt. Vorne auf dem Balkon befanden sich ein Tisch und 2 Lehnstühle mit Blick aufs Meer. Elektrizität und Telefon waren bis hierher noch nicht vorgedrungen. Uns gefiel diese ursprüngliche Einfachheit sofort sehr. Abends beleuchtete der Mond ein kleines abgedecktes Kajütboot und das Meer funkelte von den Lichtreflexionen, es war wunderschön.... In einer nahe gelegenen Strohhütte befand sich das "Badezimmer", sehr spartanisch.... Für die Dusche mussten wir uns mit Wasser aus einem Kanister übergießen - vorher heiß gemacht - und alles schien angenehm und lustig. Für die Mahlzeiten konnten wir die Küche benutzen. Dort war eine rustikale, steingefasste Feuerstelle im Boden eingelassen, typisch für ganz Asien. Dort musste ich den Brei für meinen Sohn zubereiten und während der Zubereitung - bei der mir die Hausfrau gute Ratschläge zu geben versuchte - lachten wir sehr viel über die Unterschiede bei der Hausarbeit. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und ich fühlte mich wie zuhause. Ab und zu brachte irgendein Junge mal Bananen, Ananas oder Süßigkeiten und Marta, unsere Hausherrin, bereitete uns frischen Fisch auf dem Grill, serviert mit Reis, was auch Giorgio schon essen konnte. Die Kinder des kleinen Dörfchens kamen , um mit Giorgio zu spielen, neugierig auf die Fremden. Sie luden uns ein, ihre Schule zu besuchen - es gab nur einen Klassenraum - und sie schenkten uns einen kleinen Holznachen, den wir immer noch als Andenken besitzen. Marta und ihre Familie versuchten immer wieder sich mit uns zu verständigen, mit dem wenigen Englisch, das sie konnten. Aber mit Worten, mit Gesten und all ihrer menschlichen Wärme haben sie alles zu verstehen versucht, wenn wir irgendjemandem etwas mitteilen wollten.... Die Abreise von diesem Ort war sehr traurig. Die ganze kleine Dorfgemeinschaft war zum Abschied am Strand versammelt, Kinder und Erwachsene, bestimmt auch, weil wir die einzigen Gäste waren. Die angenehme Erinnerung an diesen Aufenthalt hat in mir immer die Hoffnung aufrecht erhalten, eines Tages hierher zurückkehren zu können. Aber eine Überraschung wartete noch auf mich!! Wir, die wir viel umher gereist sind, und die verschiedensten Urlaubsvariationen kennen gelernt haben, würden bei freier Auswahl immer so eine Privatlösung vorziehen. Dies war bereits der Zeitpunkt, zu dem wir uns mit der Idee eines eigenen Gästehauses befasst haben, und wir haben uns selbst gelobt, dass diese Einfachheit der Gesten verbunden mit der warmen Herzlichkeit, wie wir sie empfangen durften, von uns weitergegeben werden müssten.... Deshalb wurde mein Haus "Marta Guest House" genannt, um mich immer an diese unvergesslichen Momente in meinem Leben zu erinnern! 2) Der zweite Grund zu diesem Namen ergibt sich ein wenig aus dem Ersten : Ich möchte, dass mein Haus - das wahrlich keine Strohhütte ist und das viele sicher Villa nennen würden, was mir aber nicht gefällt - ein Haus für die Gäste sein soll. Ich wünsche, dass die Gäste sich wie zu Hause fühlen. Sie sollen die menschliche Wärme spüren, sollen reden, erzählen und einige Tage in/ mit einer anderen Familie verbringen, die sie wie Freunde empfängt! Dies sollten die Gründe dafür sein, zu Marta zu kommen!!